Herausforderung Startup - Strikte Kostenkontrolle

Liquiditätsengpässe sind für ein Startup zwar normal. Das Ganze muss aber immer in geordneten Bahnen verlaufen. Durch strikte Kostenkontrolle und allenfalls Zufuhr von neuen Mitteln muss die permanente Refinanzierung der Betriebsausgaben sichergestellt sein. Ist dies nicht der Fall, nehmen die Schulden zwangsläufig zu und es entsteht eine Unterbilanz, d.h. die Schulden sind höher als das Vermögen. Wenn das Vorhaben in einer solchen Situation abgebrochen werden muss, erleiden die Gesellschaftsgläubiger Verluste, für die bei Rechtsform der Einzelfirma oder Personengesellschaft der Unternehmensinhaber mit dem Privatvermögen haftet. Bei Rechtsform der Kapitalgesellschaft (AG, GmbH) sind die speziellen gesetzlichen Bestimmungen und Handlungspflichten bei Kapitalverlust und Überschuldung zu beachten.

Wenn ein Jungunternehmen die ersten zwölf Monate überstanden hat, kann auf den Ersterfolgen weiter aufgebaut werden. Pläne und Konzepte müssen jedoch bereits überprüft und den ersten Erfahrungen angepasst werden. Grössere Aufträge sind in der Startphase praktisch und geben Sicherheit. Andererseits führen diese zu Abhängigkeiten und einem Klumpenrisiko. Es ist wichtig, von Anfang an ein möglichst breitgefächertes Kundenportfolio aufzubauen, denn nur so kann ein stabiles Fundament geschaffen werden. 

Wachstum verlangt die Bereitstellung von neuen Ressourcen, insbesondere auch im personellen Bereich. Wachstumsphasen sind wiederum Investitionsphasen, die meistens nicht aus eigenem Cash-Flow finanziert werden können und zusätzliche Eigenmittel bedürfen. Hier kann sich bereits die Frage nach einer Partnerschaft und Anpassung der Rechtsform stellen.

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