Register-Betrüger und Schwindler

Auf der einen Seite ist die Regelungsdichte für die KMU in den letzten Jahren immer mehr angestiegen aber auf der anderen Seite, wenn es um Schutz vor betrügerischen Angriffen auf die KMU geht, ist der Gesetzgeber eher lasch und es fehlt an Repression.

Dabei ist der Schaden, der z.B. durch immer dreister werdende Registerbetrüger angerichtet wird, gross. Dank dem starken Franken ist der CH-Markt für ausländische Betrüger im Moment wohl auch sehr attraktiv. Nur so lässt sich die aktuelle Schwemme an Aufforderungen zum Eintrag in als amtliche Register maskierte Pseudo-Verzeichnisse erklären.

Wenn man ungewollterweise eine solche Aufforderung unterschrieben hat, ist man auf das Angebot eingetreten und der Vertrag mit all seinen Rechtsfolgen ist grundsätzlich zustande gekommen. Der Geschädigte kann sich aber auf den Standpunkt stellen, dass er getäuscht worden ist. Gemäss der SECO-Broschüre "Vorsicht vor Adressbuchschwindlern" sollte wie folgt vorgegangen werden:

  • Rechnung nicht bezahlen
  • Unverzügliche Anfechtung des Vertrages mit Einschreibebrief und festhalten, dass man durch das Formular getäuscht worden sei und somit den Vertrag wegen Irrtum anfechte. Der Vertrag sei somit nichtig.

Auf einen allfälligen Zahlungsbefehl (Betreibung) muss innerhalb von 10Tagen Rechtsvorschlag erhoben werden.

Ktipp Warnliste "Registerhaie und Adressbuchschwindler"